Wer nach Ines Ganzberger sucht, stößt zunächst meist auf ihren Ehemann Devid Striesow. Der Schauspieler ist aus zahlreichen deutschen Film- und Fernsehproduktionen bekannt und wurde einem breiten Publikum unter anderem als Saarbrücker „Tatort“-Kommissar Jens Stellbrink bekannt. Doch Ines Ganzberger hat längst eine eigene Geschichte zu erzählen.
In den vergangenen Jahren hat sich ihr öffentliches Bild deutlich verändert. Während sie früher vor allem als Partnerin und Managerin des Schauspielers erwähnt wurde, steht inzwischen zunehmend ihre eigene künstlerische Arbeit im Mittelpunkt. Unter dem Namen Ines Striesow-Ganzberger beziehungsweise dem Label STRIESOW widmet sie sich insbesondere handbestickten Kleidungsstücken und verbindet traditionelle textile Techniken mit zeitgenössischer Kunst.
Ihr Lebensweg ist dabei eng mit der Filmwelt verbunden, aber nicht auf sie beschränkt. Gerade diese Verbindung zwischen Film, Familie und Kunst macht die Geschichte von Ines Ganzberger interessant.
Wer ist Ines Ganzberger?
Über die frühen Jahre von Ines Ganzberger sind öffentlich deutlich weniger Informationen verfügbar als über ihren bekannten Ehemann. Sie stammt aus Österreich, und Medienberichte bezeichnen sie als Österreicherin. Später lebte sie mit Devid Striesow zunächst in Deutschland, bevor die Familie nach Wien zog.
Ihr öffentlicher Lebenslauf lässt sich vor allem über ihre beruflichen Tätigkeiten und ihre Beziehung zu Striesow nachvollziehen. Dabei fällt auf, dass sie nie den Eindruck einer Person vermittelt hat, die bewusst die große mediale Aufmerksamkeit sucht.
Das passt auch zu ihrem Umgang mit dem Privatleben. Viele Einzelheiten über ihre Familie, ihren Alltag oder ihre persönlichen Entscheidungen sind nicht öffentlich dokumentiert. Deshalb sollte man bei biografischen Angaben zwischen belegten Informationen und späteren Spekulationen unterscheiden.
Heute ist ihr Name nicht mehr ausschließlich mit dem Schauspieler verbunden. Ihre textile Kunst ist zu einem eigenständigen Teil ihrer öffentlichen Identität geworden.
Der Weg in die Filmwelt
Eine wichtige Station in Ganzbergers Leben war ihre Verbindung zur Filmproduktion. 2015 lernte sie Devid Striesow bei den Dreharbeiten zu „Liebe möglicherweise“ kennen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Ganzberger als Praktikantin in der Produktion.
Aus der beruflichen Begegnung entwickelte sich eine private Beziehung. Bereits 2016 wurde öffentlich über das Paar berichtet. Im selben Jahr kam ihr gemeinsamer Sohn zur Welt. Ihren ersten größeren gemeinsamen öffentlichen Auftritt hatten Ganzberger und Striesow bei der Bambi-Verleihung.
Die Filmbranche war damit nicht nur ein beruflicher Ausgangspunkt für Ganzberger, sondern wurde auch zum Ort, an dem sie ihren späteren Ehemann kennenlernte.
Gleichzeitig wäre es zu kurz gegriffen, ihren beruflichen Weg allein über diese Beziehung zu erklären. Ihre spätere Entwicklung zeigt vielmehr, dass sie unterschiedliche Interessen miteinander verbunden und schließlich einen eigenen künstlerischen Schwerpunkt gefunden hat.
Die Beziehung zu Devid Striesow
Devid Striesow gehört zu den etablierten deutschen Schauspielern. Er wurde durch Kino, Fernsehen und Theater bekannt und spielte unter anderem mehrere Jahre den Kommissar Jens Stellbrink im „Tatort“. Auch seine Rolle als Hape Kerkeling in „Ich bin dann mal weg“ gehört zu den bekannteren Stationen seiner Karriere.
Ganzberger und Striesow hielten ihre Beziehung lange vergleichsweise privat. Öffentlich bekannt wurde ihre Partnerschaft im Laufe des Jahres 2016. Später folgten gemeinsame Auftritte bei Veranstaltungen wie dem Bambi-Umfeld, den New Faces Awards und der ROMY.
Im Dezember 2018 heirateten die beiden in Kiel. Die Trauung fand nach übereinstimmenden Medienberichten im kleinen Kreis statt. Die Bestätigung der Hochzeit erfolgte erst im März 2019 durch die Agentur des Schauspielers gegenüber der Nachrichtenagentur Spot on News.
Dass nur wenige Details über die Feier bekannt wurden, passt zu dem eher zurückhaltenden Umgang des Paares mit seinem Privatleben.
Familie und ein bewusst privater Alltag
Die Familie von Ines Ganzberger und Devid Striesow steht nur selten im Mittelpunkt der Berichterstattung. Bekannt ist, dass das Paar gemeinsame Kinder hat. Medienberichte nennen einen Sohn, der 2016 geboren wurde, sowie eine Tochter, die 2022 zur Welt kam.
Anfang 2024 wurde öffentlich, dass die Familie von Berlin nach Wien, Ganzbergers Heimatstadt, gezogen war. Als ein Grund wurde die schwierige Suche nach geeignetem und bezahlbarem Wohnraum in Berlin genannt.
Gerade bei solchen Angaben ist Zurückhaltung angebracht. Kinder von bekannten Persönlichkeiten haben ein Recht auf Privatsphäre, weshalb öffentlich zugängliche Informationen nicht automatisch bedeuten, dass jedes Detail ihres Familienlebens für eine Veröffentlichung geeignet ist.
Das Paar scheint diesen privaten Bereich ebenfalls bewusst zu schützen. Dadurch bleibt von außen vor allem der Eindruck einer Familie, die ihren Alltag weitgehend selbst gestalten möchte.
Vom Film zur Kunst
Besonders interessant ist die Entwicklung von Ines Ganzberger zur Künstlerin. Inzwischen wird sie als Künstlerin mit einem Schwerpunkt auf Zeichnung, Malerei und Stickerei vorgestellt. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen bestickte Kleidungsstücke, die sie an der Schnittstelle von Kunst und Mode versteht.
Dabei geht es nicht einfach um dekorative Handarbeit. Ihre Kleidung wird zu einem Bildträger, auf dem Farben, Formen, Linien und textile Strukturen miteinander verbunden werden.
Unter dem Label STRIESOW entstehen handbestickte Unikate. Das bedeutet, dass jedes einzelne Kleidungsstück als eigenständiges Werk betrachtet werden kann. Die Stickerei wird dadurch vom klassischen Handwerk in einen künstlerischen Kontext übertragen.
Diese Entwicklung gibt ihrem öffentlichen Profil eine neue Richtung. Wer Ganzberger ausschließlich als Ehefrau eines Schauspielers kennt, bekommt durch ihre Kunst einen deutlich umfassenderen Eindruck von ihrer Persönlichkeit.
Handarbeit mit großer Geduld
Stickerei gehört zu den Techniken, bei denen Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Anders als bei vielen digitalen oder industriellen Formen der Gestaltung entsteht das Ergebnis Schritt für Schritt.
Bei Ganzbergers Arbeiten spielt diese Langsamkeit eine besondere Rolle. BRISANT berichtete 2026 über eine Ausstellung ihrer Werke in Berlin und nannte mehr als sechs Kilometer Stickgarn sowie zehntausende Perlen, die für die dort gezeigten Arbeiten verwendet worden seien.
Solche Zahlen machen deutlich, welchen Arbeitsaufwand textile Kunst mit sich bringen kann. Hinter einem fertigen Kleidungsstück stehen nicht nur eine Idee und ein Entwurf, sondern unzählige einzelne Handgriffe.
Auch der haptische Charakter ist wichtig. Stoff, Faden, Perlen und Stickmuster lassen sich nicht nur betrachten, sondern erzeugen eine körperliche und räumliche Wirkung.
Eine eigene Sprache aus Stoff und Faden
Die Beschreibung ihrer Arbeit durch den Berliner Ausstellungsort „the gallery of things“ macht deutlich, dass Ganzberger bewusst mit dem Verhältnis zwischen Textil und Kunst arbeitet. Ihre Werke werden dort als tragbare Kunst beschrieben, bei der Farbe, Dichte und Details eine wichtige Rolle spielen.
Bemerkenswert ist außerdem der beschriebene kreative Prozess. Die Motive entstehen nicht ausschließlich nach einem starren, vorher festgelegten Plan. Vielmehr entwickeln sich Linien, Farben und Muster während der Arbeit.
Dadurch bekommt jedes Werk einen individuellen Charakter. Ein Stich ist nicht einfach eine technische Wiederholung, sondern Teil des Entstehungsprozesses.
Gerade diese Verbindung von Präzision und Intuition prägt ihre künstlerische Handschrift.
Wenn der Ehemann zum Begleiter wird
Ein schönes Detail der aktuellen Berichterstattung ist der Perspektivwechsel: Während Devid Striesow über Jahre hinweg der bekanntere Teil des Paares war, stand bei einer Ausstellung 2026 plötzlich seine Frau im Mittelpunkt.
BRISANT beschrieb die Situation sinngemäß so, dass diesmal Striesow seine Frau zur Ausstellung begleitete und ihre Kunst den Mittelpunkt bildete. Der Schauspieler äußerte dabei offen seinen Stolz auf ihre Arbeiten.
Dieser Rollenwechsel ist mehr als eine nette Anekdote. Er zeigt, wie sich Ganzbergers öffentliche Wahrnehmung verändert hat.
Sie ist nicht nur die Person, die bei Veranstaltungen neben einem bekannten Schauspieler steht. Sie hat selbst ein kreatives Feld gefunden, in dem ihre Arbeit Aufmerksamkeit erhält.
Kunst zwischen Mode und Alltag
Die Besonderheit von Ganzbergers Arbeiten liegt auch darin, dass sie nicht ausschließlich klassische Kunstobjekte produziert. Ihre bestickten Kleidungsstücke verbinden einen Gegenstand des täglichen Lebens mit künstlerischem Ausdruck.
Ein Kleidungsstück kann getragen werden, bewegt sich durch den öffentlichen Raum und verändert seine Wirkung je nach Licht, Bewegung und Umgebung. Gleichzeitig bleibt es ein individuell gestaltetes Kunstwerk.
Diese Verbindung macht textile Kunst besonders spannend. Sie überschreitet die Grenze zwischen Atelier und Alltag.
Für Ganzberger scheint genau diese Schnittstelle wichtig zu sein. Ihre Arbeiten zeigen, dass Stickerei nicht ausschließlich mit traditionellen Mustern oder dekorativer Kleidung verbunden werden muss.
Ein außergewöhnlicher Familienalltag
Künstlerisches Arbeiten und Familienleben miteinander zu verbinden, kann praktische Herausforderungen mit sich bringen. In einem Gespräch mit BRISANT erzählten Ganzberger und Striesow sogar humorvoll davon, dass die vielen kleinen Perlen ihrer Arbeit für Kinder eine besondere Versuchung darstellen können.
Das klingt zunächst nach einer kleinen Alltagsszene, vermittelt aber gleichzeitig ein authentisches Bild. Hinter der Ausstellung und den fertigen Kunstwerken steht kein vollkommen abgeschottetes Atelierleben.
Stattdessen treffen kreative Arbeit, Kinder und Familienalltag aufeinander.
Gerade solche kleinen Einblicke machen die Person hinter dem öffentlichen Namen greifbarer, ohne dass dafür intime Details aus dem Privatleben veröffentlicht werden müssen.
Öffentliche Auftritte
Ganzberger war bereits vor ihrer stärkeren Wahrnehmung als Künstlerin bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen an der Seite von Devid Striesow zu sehen.
Bildagenturen dokumentieren gemeinsame Auftritte unter anderem bei der ROMY 2018 in Wien, beim Bambi-Umfeld sowie bei den New Faces Awards in Berlin.
Diese Auftritte zeigen sie als Teil der deutschen und österreichischen Film- und Medienlandschaft, doch sie sind nur ein kleiner Teil ihrer Geschichte.
Heute gewinnt ihre künstlerische Arbeit zunehmend an Bedeutung. Damit verschiebt sich auch der Blick auf sie: weg von der klassischen Rolle als prominente Partnerin und hin zu einer eigenständigen kreativen Persönlichkeit.
Ines Ganzberger heute
Im Jahr 2026 ist die Kunst ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Berichterstattung über Ines Striesow-Ganzberger. Radioeins stellte sie als Künstlerin vor, die sich mit Zeichnung, Malerei und Stickerei beschäftigt. Besonders hervorgehoben werden ihre handbestickten Unikate unter dem Label STRIESOW.
Auch BRISANT berichtete im Mai 2026 über eine Ausstellung ihrer Arbeiten in Berlin. Dort standen bestickte Kleidungsstücke und der enorme handwerkliche Aufwand hinter ihnen im Mittelpunkt.
Damit befindet sich ihr öffentliches Profil in einer interessanten Phase. Der Name Ganzberger ist weiterhin eng mit Devid Striesow verbunden, doch ihre eigene Arbeit bekommt zunehmend Raum.
Mehr als die Frau an der Seite eines Schauspielers
Der Titel „Die Frau an der Seite von Devid Striesow“ beschreibt zwar einen wichtigen Teil ihrer öffentlichen Geschichte, wird ihrer Person allein aber nicht gerecht.
Ihre Beziehung zu Striesow erklärt, warum ihr Name einem größeren Publikum bekannt wurde. Ihre künstlerische Arbeit erklärt dagegen, warum sie auch unabhängig davon interessant ist.
Ines Ganzberger hat einen eigenen Weg zwischen Filmwelt, Familie und Kunst gefunden. Ihre Entwicklung von der Tätigkeit in der Filmproduktion hin zur Arbeit mit Stickerei zeigt, dass berufliche Identität nicht zwangsläufig geradlinig verlaufen muss.
Gerade die Verbindung aus traditioneller Handarbeit, Mode und zeitgenössischer Kunst verleiht ihrem heutigen Schaffen eine besondere Note.
Fazit
Ines Ganzberger ist eine Persönlichkeit, deren öffentliches Leben auf den ersten Blick stark mit Devid Striesow verbunden ist. Die beiden lernten sich 2015 während der Produktion von „Liebe möglicherweise“ kennen, wurden später ein Paar und heirateten Ende 2018 in Kiel.
Doch inzwischen ist eine andere Seite ihrer Geschichte stärker sichtbar geworden.
Als Künstlerin beschäftigt sich Ganzberger intensiv mit Stickerei, Textilien und tragbarer Kunst. Ihre handbestickten Unikate verbinden aufwendige Handarbeit mit einer modernen künstlerischen Perspektive. Ausstellungen und Medienberichte aus dem Jahr 2026 zeigen, dass diese Arbeit zunehmend eigenständig wahrgenommen wird.
Gleichzeitig bleibt sie ihrem eher privaten Umgang mit dem Familienleben treu. Vielleicht liegt gerade darin ein Teil ihrer besonderen öffentlichen Wirkung: Sie muss nicht ständig im Mittelpunkt stehen, um eine eigene Geschichte zu haben.
Ines Ganzberger ist deshalb nicht nur die Ehefrau von Devid Striesow, sondern eine Frau mit einem eigenen beruflichen Weg, einer ausgeprägten kreativen Seite und einer bemerkenswerten Leidenschaft für textile Kunst.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Ines Ganzberger?
Ines Ganzberger, heute auch als Ines Striesow-Ganzberger bekannt, ist eine österreichische Künstlerin und Ehefrau des Schauspielers Devid Striesow. Bekannt wurde sie zunächst durch ihre Verbindung zur Filmbranche und später zunehmend durch ihre textile Kunst.
Wie haben sich Ines Ganzberger und Devid Striesow kennengelernt?
Die beiden lernten sich 2015 während der Dreharbeiten zu „Liebe möglicherweise“ kennen. Ganzberger arbeitete damals als Praktikantin in der Produktion.
Wann haben Ines Ganzberger und Devid Striesow geheiratet?
Das Paar heiratete im Dezember 2018 in Kiel. Die Trauung fand im kleinen Kreis statt; die Hochzeit wurde Anfang 2019 öffentlich bestätigt.
Was macht Ines Ganzberger beruflich?
Heute ist Ganzberger vor allem als Künstlerin bekannt. Sie arbeitet unter anderem mit Zeichnung, Malerei und Stickerei und fertigt unter dem Label STRIESOW handbestickte Unikate an.
Was macht ihre Kunst besonders?
Im Mittelpunkt stehen aufwendig bestickte Kleidungsstücke, die sie als Verbindung zwischen Kunst und Mode versteht. Ihre Arbeiten entstehen in Handarbeit und können große Mengen an Garn und Perlen erfordern.

